Hier findet man Berichte rund um das Boschnhaus und zu Veranstaltungen, die hier stattgefunden haben.


Neustart im Boschnhaus

200622 Boschn Corona01aMit Abstand und dem passenden Hygienekonzept regt sich nach der zwangsverhängten Corona-Pause langsam wieder Leben im Vagener Boschnhaus – Werkraum und Küchenzeile müssen aber bis auf Weiteres gesperrt bleiben

Seit Mitte März stand das Vagener „Boschnhaus“, wie so viele andere kommunale Einrichtungen, leer. Alle geplanten Veranstaltungen mussten coronabedingt abgesagt werden und es wurde die Schließung des Gemeinschaftshauses seitens der Gemeinde Feldkirchen-Westerham offiziell verfügt.

Während des Stillstandes schaute Ewald Schild, Mitglied des Boschnhaus-Verwaltungsteams, immer wieder nach dem Rechten, leerte den Briefkasten und kontrollierte die Räumlichkeiten. In den zurückliegenden Wochen traf sich auch das gesamte Boschnhaus-Verwaltungsteam via Telefonkonferenzen. „Die jüngste Telefonbesprechung fand erst letzten Donnerstag statt“, erzählt Marita Gottinger vom Verwaltungs-Team. „Da gab es dann vom Team ein okay, dass wir ab nächster Woche mit den Vorbereitungen beginnen, um Anfang Juli unser Haus wieder öffnen zu können“, erzählt sie.

Schnell war man sich einig, dass dafür auch ein passendes Hygienekonzept gebraucht wird. Wolfgang Rank und Sonja Feldmeier hatten sich im Vorfeld über ein solches Konzept informiert. „Unser Hygienekonzept beinhaltet drei wesentliche Bestandteile. Ein allgemeines Konzept für das ganze Haus als Basis. Eine Information für die Besucher des Boschnhauses, die ausgehängt und ausgehändigt wird. Der dritte Punkt ist eine erweiterte Form für alle Mitarbeiter des Boschnhaus-Teams. Und natürlich brauchen wir zur Umsetzung auch das nötige Material, wie etwa Desinfektionsmittel, Spenderboxen, Datenerfassungsformulare und Hinweisschilder“, berichtet Marita Gottinger.

Für die kommende Zeit müssen Werkraum und Küchenzeile im Eingangsbereich allerdings abgesperrt bleiben. „Wir können in diesem Raum die strengen Hygieneanforderungen und die geforderten Abstandsregeln nicht umsetzen“, erklärt Gottinger.

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Ab Juli kann also nur der Seminarraum im Obergeschoss des Boschnhauses genutzt werden. Hier läuft dann der Probebetrieb, etwa die Sitzung vom Verwaltungsteam oder die Obst- und Gartenbauverein (OGV)-Ausschusssitzung, alles mit dem nötigen Abstand.

„Wir müssen in den nächsten Wochen abwarten, wie sich alles entwickelt, im Moment ist alles noch schwer planbar. Wir sind aber optimistisch und haben viele neue Ideen. Hoffen wir, dass alles weiterhin positiv verläuft und wir nach den Sommerferien wieder Veranstaltungen und Aktionen wie gewohnt anbieten können“, freut sich Marita Gottinger bereits jetzt.

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 (Text/Foto: Wolf)

 

Auf musikalischer Weltreise mit Clarimotion

200307 Clarimotion 2aFür einen glanzvollen Schlussakkord der Reihe „Musik im Boschnhaus“ in Vagen sorgte am Samstag, 7. März, das Klarinetten-Ensemble ClariMotion. Die fünf Klarinettisten begeisterten das Publikum mit einem anspruchsvollen Programm von Klassik über Swing bis Pop. Unter der musikalischen Leitung von Reinhard Hausner bewiesen Brigitte Hafner (1. Klarinettistin), Hans Eham, Andreas Kirchberger und Lukas Scheurer ihre Virtuosität und Vielseitigkeit. Für die überaus unterhaltsame Moderation sorgte Prof. Dr. Markus Eham. Der gebürtige Vagener stimmte als Musikgelehrter nicht nur kenntnisreich auf die einzelnen Stücke ein, sondern garnierte dies zur Freude des Publikums mit zahlreichen Anekdoten aus dem Dorfleben – früher wie heute.

Der erste Teil des Clarimotion-Konzertes spannte einen grenzüberschreitenden europaweiten Bogen durch die klassische Musik und berührte die Zuhörer mit besinnlichen Melodien wie einem Adagio von Wolfgang Amadeus Mozart. Mit den schönsten Stücken aus Georges Bizets Carmen wurde das Publikum zumindest musikalisch in die „erotische Gefahrenzone“ entführt, so Moderator Prof. Dr. Markus Eham. Auch die ungarischen Tänze von Johannes Brahms oder der Marsch aus Sergei Prokofjews Oper „Die Liebe zu den drei Orangen“ weckten Erinnerungen an bekannte und beliebte Melodien.

Nach der Pause ging es dann ebenso beschwingt wie international weiter. Mit Irving Berlins „Puttin´on the Ritz“ oder W. C. Handys „St. Louis Blues“ riss das Ensemble sein Publikum mit swingenden Rhythmen mit. Von George Gershwin folgten noch „Liza“ und der Frank Sinatra-Klassiker „Somebody loves me“. Das rundum gelungene Konzert endete mit einem temperamentvollen Gruß an die Brexit-willigen Briten. Mit „Honeypie“ (Süßer Schatz) schickte Clarimotion schließlich noch eine musikalische Liebeserklärung der Beatles über den Kanal.

Prof. Dr. Markus Eham verwies in seiner abschließenden Moderation auf die Bedeutung der Musik als „Lebensmittel“. Die Songs berührten Menschen unterschiedlichen Alters, Hautfarbe und Herkunft. „Teilen wir das Leben, leben wir in der Gegenwart, farbig und intensiv und lasst uns nichts vertagen. Die Musik hilft uns, unsere Sehnsüchte spielerisch auszuleben und das Jetzt zu genießen.“ Ob Clarimotion, Salonorchester Obermüller oder der Liedermacher Helmut Braun mit seinen Freunden – in diesem Sinne war die erste Veranstaltungsreihe von „Musik im Boschnhaus“ mit seinem vielfältigen Angebot an unterschiedlichsten Musikern und Repertoires eine schöne Gelegenheit, mit anderen Vagenern, aber auch musikalisch mit der Welt in Kontakt zu kommen.
(Text. S. Feldmeier; Foto: M. Campo)

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„Aufgspuit“ im Boschnhaus

200202 SalonorchesterStimmungsvoller Auftakt für „Musik im Boschnhaus“: Mit einem musikalischen Frühschoppen eröffnete am Sonntag, den 2. Februar, das Salonorchester Obermüller die neue Veranstaltungsreihe., im Vagener Dorfzentrum. Nach einem zünftigen Weißwurstfrühstück spielte das Ensemble mit Geigen, Klarinetten, Trompeten, Klavier, Schlagzeug und Bass auf. Vom Landler bis zur Polka, vom Walzer bis zum Schlager oder populären Filmmelodien boten die Salonmusiker ein überaus unterhaltsames Potpourri. Erst nach einigen Zugaben entließ das begeisterte Publikum das Salonorchester in den Sonntag.

Volles Haus hieß es dann am 12. Februar beim Konzert von Helmut Braun und seinen Freunden. Der Vagener Liedermacher entführte gemeinsam mit Maralena Grundbacher (Gesang), Bernhard Röhrl (Bass), Irmgard Steininger (Geige und Gesang) und Hans Eham (Klarinette) die Zuhörer in die verschiedensten Stimmungen. Fröhlich-beschwingt wurde es mit den Eigenkompositionen „Über die Wolken“ oder über die alten Schuh, eher melancholisch stimmte der Song über einen aufgegebenen Hof. Das Publikum verabschiedete das fabelhafte Ensemble mit Standing Ovations.

Am 7. März erfolgt schließlich der dritte und letzte Auftakt der neuen, von Petra Hartmann organisierten Veranstaltungsreihe „Musik im Boschnhaus“. Das Klarinettenensemble ClariMotion mit Reinhard Hausner, Brigitte Hafner, Andreas Kirchberger, Lukas Scheurer, sowie Hans Eham schöpft aus einem reichen musikalischen Schatz in vielfältigen Stilrichtungen von der Klassik bis zum Jazz. Die Freude an der Musik und am Zusammenspiel zeichnet die fünf Musiker und Musikpädagogen im Besonderen aus und lässt die Konzerte sowohl für die Musiker als auch für das Publikum zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Als Moderator konnte Markus Eham gewonnen werden, der informativ und humorvoll durch das Programm führen wird.
(Text: Feldmeier; Foto Salonorchester/Liederabend: M. Campo)

 

 

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 Liederabend mit Helmut Braun und Freunden

Boschnhaus: Nachtrag zur Vernissage von Walter Köhler

200212 Vernissage Gewinner01Franz Köll gewinnt ein Bild des Malers

Die Ausstellung des Vagener Malers Walter Köhler fand unlängst im Boschnhaus (wir berichteten) statt. Zahlreiche Gäste, darunter auch Bürgermeister Hans Schaberl mit Gattin, besuchten am Wochenende die Ausstellungsräume.

Am Sonntag wurde dann der Gewinner des Bildes per Los gezogen. Franz Köll freut sich nun über ein Gemälde des Malers.

 

 

 

 

 

 

 

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Boschnhaus: Kunstausstellung "Das Herz der Toskana"

AItalienisches Flair im Boschnhaus – Kunstausstellung „Das Herz der Toskana-Siena und Umgebung“ lockt am Wochenende in das Vagener Gemeinschaftshaus

200208 Vernissage Koehler 1Der Vagener Maler Walter Köhler (82) lud jüngst zur Vernissage in das Boschnhaus. Mit Köhler präsentierte bereits zum zweiten Mal ein Vagener Maler seine Werke im Gemeinschaftshaus.

„Ich wollte diese `große` Ausstellung in meinem Wohnort, in dem ich nun schon seit 50 Jahren lebe. Kleinere Ausstellungen hatte ich bereits in der Gemeindebücherei Feldkirchen-Westerham. Die Toskana, als beliebtes und bekanntes Urlaubsgebiet, bietet viele Motive und so möchte ich den Besuchern Land und Leute und die Traditionen der Region Siena näherbringen. Als Mitglied des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) hier in Vagen bin ich sehr naturverbunden und das spiegelt sich auch in meinen Bildern wider“, so der Maler.

Köhler bekam das Malen bereits in die Wiege gelegt, sein Onkel war ein berühmter Kirchenmaler und sein Cousin ein Kunstmaler. Von Beiden konnte er schon in früher Kindheit viel abschauen. „Maler habe ich gelernt, Kulissen- und Schriftmalerei. Auch wenn ich danach einen anderen beruflichen Werdegang eingeschlagen habe, waren Malerei und das Schreiben als Hobby immer meine Begleiter“, erinnert sich Köhler.

Über 100 Gemälde, teils großflächig, aber auch kleinere Darstellungen, sind am Wochenende im Boschnhaus zu bewundern. Seine Liebe zu Italien kam per Zufall. „Meine Frau Renate überredete mich damals zu einer Reise in die Toskana. Vor zwanzig Jahren kauften wir dann eine kleine Immobilie in Colle di Val d’Elsa, idyllisch auf einem Hügel gelegen und unweit von Siena. Hier bin ich auch stolzer Besitzer eines Olivenhaines, ernte und vermarkte das Olivenöl selber“. Köhler verbringt seitdem viele Wochen im Jahr in seiner zweiten Heimat und so verwundert es nicht, dass die meisten seiner Motive aus dieser italienischen Region stammen.

Besonders auffallend sind dabei seine zahlreichen Gemälde des Palio, dem weltberühmten Pferderennen am Piazza Campo Siena. „Meine Bilder sind nicht dunkel gehalten, sondern leben in hellen blau, gelb und erdigen Tönen, so wie die Farben der Toskana. Das Licht ist mir wichtig, ich möchte die Sonne Italiens einfangen“, so der Künstler über seine Werke.

Am liebsten malt Köhler mit Öl, mischt seine Farben nicht nur auf der Palette, sondern auch direkt auf Holz oder Leinwand. „Das Grundmotiv ist schnell gemalt, aber nach dem ersten Trockenvorgang kann es noch bis zu zwei Wochen dauern, bis ein Werk vollendet ist. Ich male nicht auf Bestellung, sondern mit meiner inneren Eingebung und mit viel Herz. Oft sehe ich ein Motiv und denke, das muss ich malen“, so der junggebliebene Künstler.

Für die Zukunft wünscht er sich Gesundheit, um noch viele Bilder malen zu können. Sein größter Wunsch wäre, dass „hier in meiner Heimatgemeinde vielleicht irgendwann auch noch mein - in altbayerischer Mundart- selbstgeschriebenes Theaterstück `Zwei an der Zahl` zur Aufführung kommt“.

Walter Köhler dankt dem OGV und besonders Marita Gottinger vom Boschnhaus-Verwaltungsteam für die Organisation und die zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten. Bei einem Glas Chianti und italienischem Gebäck kam der Maler dann beim geselligen Teil des Vernissage- Abends mit den Ausstellungsbesuchern über seine Bilder ins Gespräch.

(Text/Foto: Wolf)

Unterstützung

Die „Sparkassenstiftung für den Landkreis
Rosenheim“ unterstützt das Projekt "Boschnhaus"

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